#DAS NOTIZBUCH VON Marc Hertrich

Marc Hertrich - Studio MHNA - París, France
Wichtigste Projekte: Hotels, Restaurants, Spas, Wohnhäuser…

1 – Wer ist Marc Hertrich?

Gründer des Studios MHNA vor 25 Jahren, eines Innenarchitektur- und Dekorationsbüros, wo er seit mehr als 18 Jahren zusammen mit seinem Partner Nicolas Adnet arbeitet.

2 – Wann stellten Sie fest, dass Sie Architekt werden wollten?

Ich beschloss, Innenarchitekt zu werden, als ich in Straßburg meine Tischlerausbildung absolvierte und Abendkurse in Design an der Schule für dekorative Künste besuchte. Damals beschloss ich, meine Studien an der Boulle-Schule in Paris fortzusetzen, um meinen Horizont zu erweitern.

3 – Ein Architekt, der für Sie ein Vorbild ist?

Peter Zumthor in einem gewissen Bereich und Franck Gehry in einem vollkommen anderen, aber natürlich auch in der Vergangenheit Claude Nicolas Ledoux und viel früher Jules Hardouin Mansart, eine eklektische Gruppe, die sehr gut meine Begeisterung für sehr unterschiedliche, aber gleichermaßen wichtige Welten aufzeigen.

4 – Wenn Sie kein Architekt wären, welchen Beruf würden Sie ausüben?

Ich würde mich der Tischlerei, dem Zeichnen, den Blumen und generell der Natur widmen.

5 – Ein Fehler und eine Tugend.

Fehler: Ich zweifle zu viel; Tugend: weiterzuzweifeln…

6 – Wie ist Ihr Haus?

Ganz nach unserem Bilde: eklektisch, voller Farben und Fantasie, eher „möbliert und dekoriert“ und mit Kunstwerken geschmückt, fast so als wäre es ein „Kuriositätenkabinett“, und vor allem könnte man sagen, gemütlich und bequem…

7 – Der Sonntag ist ein Tag zum…

Ausstellungen besuchen (am besten vormittags), danach zum Brunchen mit Freunden, Spazierengehen, Lesen und selbstverständlich zum Ausruhen…

8 – Ein Ort, wo Sie die Inspiration finden.

Die Natur, mein Landhaus, Ausstellungen, Spaziergänge durch Paris, Reisen, Musik, Bücher, jede Ausrede ist gut, um die Inspiration zu finden.

9 – Welches Buch haben Sie zuletzt gelesen?

Die Autobiografie von Victoire, Modell und Star von Dior und Freundin von St-Laurent und gleichzeitig „Devenir soi“ von J. Attali.

10 – Wo sehen Sie sich in 15 Jahren?

Ich hoffe, wir werden weiterhin großartige Projekte haben, noch unglaublichere und verrücktere als die, die wir jetzt haben.

11 – Was kommt Ihnen als erstes in den Sinn, wenn Sie an Architektur denken?

Die Schrecklichkeit von Tausenden von Projekten, die überall auf der Welt gebaut wurden. Die Großartigkeit einiger klassischer Gebäude und die herrliche Schlichtheit und Linienreinheit einiger zeitgenössischer Architekturprojekte.

12 – Bleistift oder Computer?

Was mich persönlich angeht, Bleistift; wenn es ums Studio geht, viel Bleistift, und dann die Übertragung auf den Computer.

13 – Wie würden Sie Ihre Arbeit definieren?

Als eine angenehme, kreative, interessante Aktivität, hauptsächlich wegen der vielen verschiedenen Menschen, die man kennenlernt, und wegen der magischen und „schmeichelnden“ Vielfalt der Projekte, wenn man sieht, wie die Projekte allmählich Form annehmen und zu etwas Konkretem werden.

14 – Ein Projekt, an dem Sie gerne teilnehmen würden.

Ein Paketschiff, bei dem ich die authentische Arbeit mit der Fantasie und Verrücktheit entwickeln könnte, die ein Projekt dieser Art erfordern würde.

15 – Was halten Sie von der spanischen Architektur?

Es gibt eine großartige Architektur in Südspanien mit den arabisch-andalusischen Gebäudekomplexen und Gartenanlagen, es gibt eine gewagte und vollständig kontrollierte Architektur wie beispielsweise Gaudí in Barcelona, es gibt eine herrliche und schlichte Architektur in den ländlichen Gebieten, es gibt eine machtvolle und reichhaltige Architektur mit einigen Festungen, Palästen und Landhäusern. Aber ich muss gestehen, dass ich wenig über die zeitgenössische spanische Architektur weiß.

16 – Wie können Sie Ihren eigenen Stil beibehalten und gleichzeitig die Wünsche Ihrer Kunden einarbeiten?

Unser Stil ist ein Gemütszustand: Zunächst versucht man, dem Kunden zuzuhören, seine Wünsche zu analysieren, originelle Vorschläge zu machen und gleichzeitig alle Entscheidungen mit einem Blick in die zeitlose Zukunft der Projekte abzustimmen, wobei wir uns immer so weit wie möglich von den Tendenzen und der Mode fernhalten…

17 – Was machen Sie in der Architektur am besten und was fällt Ihnen schwerer?

Am besten sind wir wahrscheinlich, wenn man uns sagt, wir sollen „uns keinen Zwang antun“ und kreativ sein. Es ist für uns sehr schwer, mit der Banalität und einer Seite der Dinge zu arbeiten, die zu „korrekt“ ist. Wir misstrauen einer gewissen Verwendung des Begriffs „guter Geschmack“…

18 – Ihr Erfolgsrezept.

Die Arbeit an Projekten von sehr unterschiedlichem Niveau und auf internationaler Ebene. Was uns zudem sehr hilft ist unsere Neugier, unser Wunsch, zu entdecken, immer und immer noch, unsere Fähigkeit, uns an extrem unterschiedliche Kunden und vielfältige Ambiente anzupassen. Und vor allen Dingen: der Wunsch, zu schaffen, zu erfinden, zu überraschen und Spaß an der Arbeit zu haben…

19 – Welche Rolle spielen die natürlichen Produkte in Ihren Projekten?

Viele natürliche Materialien gelten als edle Materialien. Demzufolge gibt es natürliche Materialien, die sehr gut den Lauf der Zeit überstehen – die natürlichen Materialien sind immer wieder wie in Wellen aktuell geworden, speziell das Holz, aber auch Wolle, Filz, Seide, Marmor und Natursteine, fossilisierte Steine usw., sogar auch einige – großartige – synthetische Materialien, die an diesen natürlichen Produkten inspiriert sind und mit denen sehr interessante Produkte geschaffen werden.

20 – Welches ist für Sie das Star-Produkt von L’Antic Colonial?

Die Bodenbeläge für Außenbereiche. Damit können wir einen sehr warmen Aspekt erzielen und die für diese Verwendungszwecke typischen Defekte der klassischen Böden aus vollständig natürlichem Holz vermeiden (vorzeitige Alterung, unregelmäßiges Aussehen, das nicht immer allen gefällt, usw.).

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