DAS NOTIZBUCH VON Ramón Esteve

Ramón Esteve Cambra - Ramón Esteve Estudio | Arquitectura y Diseño - Valencia (Spain)

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1 – Wer ist Ramón Esteve?

Jemand, der von allem in Verbindung mit Schönheit und Intelligenz stimuliert wird.

2 – Wann haben Sie entdeckt, dass Sie Architekt werden wollten?

Schon sehr früh. Zu Anfang war es eine Intuition, denn bis du nicht voll in der Materie drin bist, weißt du nicht, was Architektur wirklich ausmacht.

3 – Eine Referenz in der Architektur…

Die großen Architekten des 20. Jahrhunderts, insbesondere Le Corbusier und Wright. Etwas später dann Kahn und Lewerentz, wenn wir von Altersgenossen sprechen. Mich interessieren auch sehr Koolhas, Zumthor und Herzog & De Meuron, auch die einheimische Architektur, konkret die des Mittelmeerbereichs.

Im Hinblick auf Design gefällt mir das Design von Eames oder Jacobsen, aber mich faszinieren auch viele anonyme Objekte, wegen ihrer Kapazität, eine Spur im Alltäglichen zu hinterlassen.

4 – Wenn nicht Architekt, was würden Sie sonst gemacht haben?

Alles, was mit Erfindungsgeist und Kreativität zu tun hat. Ich mag Kino. Ich glaube, es gibt viele Ähnlichkeiten zwischen dem Kino und der Architektur, beides wickelt die ein. Auf der einen Seite ist das Gefühl im Kino direkter, aber trotzdem ist das Gefühl der Architektur absolut, denn sie beschäftigt alle Sinne.

5 – Ein Fehler und eine Tugend.

Ein Fehler: ich bin ein Perfektionist und wie besessen. Eine Tugend? Das gleiche.

6 – Wie sieht Ihr Haus aus?

Ich habe mein Haus im historischen Zentrum von Valencia entworfen und gebaut. Die unteren Stockwerke beherbergen das Studio und die Wohnung ist im Dachgeschoss. Sehr schlicht, aber sehr elegant. Sie hat eine fast klösterliche Nüchternheit, aber mit einem Hauch von Hedonismus.

7 – Sonntag ist ein Tag zum…

Ich mache jeden Tag tausend Dinge, deshalb versuche ich, diesen Tag zu bewahren und die Gewohnheiten zu verändern. Es ist tatsächlich der Tag, an dem ich mich entspannen kann. Normalerweise esse ich mit meinen Freunden oder mit meiner Familie. Wenn noch Zeit übrig ist, mache ich ein wenig Sport, schaue mir eine Ausstellung an, gehe ins Kino oder lese.

8 – Ein Ort, an dem Sie Inspiration suchen.

Ich reise sehr gern, damit verbringe ich viel Zeit, also wenn ich reise, entdecke ich neue Dinge in anderen Kulturen und in meiner eigenen. Für mich ist das Mittelmeer eine Konstante meines Lebens.

Obwohl man an den an wenigsten erwarteten Orten Inspiration finden kann. Oftmals sind sogar ein paar Worte schon inspirierend.

9 – Welches ist das letzte Buch, das Sie gelesen haben?

„Sternstunden der Menschheit“ von Stefan Zweig, insbesondere die Erzählung über die Erschaffung des Messias von Händel.

10 – in 15 Jahren…

Noch die gleiche Freude haben, mit der ich bis jetzt alle Projekte angegangen bin.

11 – Wenn Sie an Architektur denken, was geht Ihnen durch den Kopf…

Emotion und Vernunft, Schönheit und Intelligenz, Konzept und Form…

12 – Bleistift oder PC?

Beides. Ich beginne alle meine Architekturprojekte und Entwürfe mit Freihandskizzen, benutze Farb- oder Aquarellstifte und später, wenn ich glaube, dass ich eine gute Idee habe, fange ich an sie in eine Dimension zu bringen. Dafür benutze ich direkt den PC und korrigiere per Hand auf den Plänen.

13 – Wie würden Sie Ihre Arbeit definieren?

Eine sehr komplexe Arbeit, die zum einem sehr einfachen Ergebnis kommen möchte.

14 – Ein Projekt, das Sie gern durchführen würden.

Mich interessieren die Projekte, bei denen ich ein komplettes Universum schaffen und alle Elemente, aus denen es besteht, entwerfen kann. Mehr als der Umfang interessiert mich die Tragweite des Projekts.

15 – Ihre Meinung über die spanische Architektur.

Ich glaube, das Niveau ist sehr hoch, tatsächlich ist es schon eine internationale Referenz. Für mich ist eine der wichtigsten Eigenschaften, dass viel Intensität geschaffen wird, ohne große Mittel zu benötigen.

16 – Wie behält man seinen eigenen Stil und erfüllt gleichzeitig die Bedürfnisse der Kunden?

Die Herausforderung besteht darin, dass jedes Projekt seinen eigenen Charakter hat und dass die Bewohner sich darin wiederfinden möchten, daher ist jedes Projekt anders. Jedes Bauwerk wird mit anfänglich spezifizierten Parametern konfiguriert, darunter natürlich die Bedürfnisse des Kunden. Ein Projekt beginnt in dem Augenblick, wenn man daran arbeitet. Ich erreiche so, dass es eine Einheit wird und Identität bekommt, schlussendlich sogar Seele.

17 – Was fällt Ihnen bei der Architektur leicht und was schwer?

Tatsächlich ist es so, dass ich die Projekte genieße, aber auch darunter leide. Große öffentliche Gebäude wie Krankenhäuser, Forschungszentren, Bibliotheken waren sehr motivierende Herausforderungen, aber die Projekte, die mich am meisten beschäftigen, sind die kleineren, wie z.B. Einfamilienhäuser. Man entwickelt eine persönliche Beziehung zum Kunden und bei solchen Projekten gibt es die Möglichkeit, ein einzigartiges und persönliches Universum zu erschaffen, ein Szenarium, das diejenigen, die darin wohnen, verbindet und berührt.

18 – Ihr Rezept für Erfolg.

Das genießen, was man tut, und versuchen, dass es die berührt, die es benutzen.

19 – Welche Rolle spielen natürliche Produkte bei Ihren Projekten?

Das Material für ein Projekt hat viel mit dessen Charakter zu tun und das wird von internen und externen Faktoren bestimmt, wie z.B. Standort, Repräsentativität, Funktion, usw. bestimmt.

Ich habe eine besondere Affinität zu natürlichem Material, denn mit diesen Materialien existiert eine starke, uralte Verbindung mit der Umwelt. Für mich ist es interessant, das zu überprüfen, indem ich für die Bearbeitungen neue Technologien verwende, so dass das Ergebnis uns einen neuen und modernen Blickwinkel bietet, der nichts mit dem traditionellen zu tun hat.

20 – Ihr Star-Produkt von L’Antic Colonial ist…

Wegen meiner Affinität zu natürlichem Material bin ich der Meinung, dass L’Antic Colonial eine Vielzahl von Optionen hat. Mir gefallen die Mosaike, aber auch die Becken aus bearbeitetem Naturstein.

+ Info: www.ramonesteve.com

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