#DAS NOTIZBUCH VON Carlos Jiménez

Carlos Jiménez - Carlos Jiménez Studio - Houston, Texas  USA

Houston Fine Art Press, Jiménez Studio Komplex, Museum of Fine Arts Houston (Verwaltungsgebäude), Spencer Studio Art Building am Williams College, Irwin Mortgage Headquarters, Cummins Engine Chile Development Center, DePauw Peeler Art Center, Rice University Library Service Center, Crowley House, Whatley Library, Rice University Data Center, Crowley Theater Addition und die Tyler School of Art.

 

1 – Wer ist Carlos Jiménez?

Ein Architekt mit eigenem Büro in Houston und Professor an der Fakultät der Rice e University in der gleichen Stadt. Geboren in San Jose Costa Rica (1959) und ständiger Anwohner in den Vereinigten Staaten seit 1974.

2 – Wann haben Sie entdeckt, dass Sie Architekt werden wollten? 

Schon als ich klein war, hatte ich viel Spaß  an der Konstruktion von Baumhäusern bis hin zu Höfen auf den beiden Grundstücken (Café und Reis), die meine Eltern bewirtschafteten.
Ich hatte keine Ahnung von Architektur als Beruf, sondern eher den Wunsch, etwas zu konstruieren. Seit ich mich erinnern kann, hat mich immer diese lebendige Kraft der Architektur beeindruckt: einen Ort oder einen Moment der Zeit zu verändern.

3 – Eine Referenz in der Architektur… 

Viele, aber ganz sicher Louis Kahn, Luis Barragán, Alvar Aalto,  Aldo Rossi und die ersten Arbeiten von Alvaro Siza.

4 – Wenn nicht Architekt, was würden Sie sonst gemacht haben?

Poesie schreiben oder Filme machen.

5 – Ein Fehler und eine Tugend.  

Die Langsamkeit, mit der ich eine Arbeit beende und gleichzeitig sehe ich die Achtung für die Langsamkeit in der Architektur als Tugend an.

6 – Wie sieht Ihr Haus aus? 

Es ist klein für die Standards in Houston, aber großzügig mit Blick auf einen blühenden Garten. Die Wände sich voller Fenster, die sich über ihre Rahmen hinaus in der Landschaft verlieren. Die Ruhe der Wände meines Hauses berührt mit täglich und erlaubt es mir, alle möglichen Geräusche zu hören.

7 – Sonntag ist ein Tag zum…

Früh morgens die New York Times zu lesen, und zwar von vorne bis hinten, von links nach rechts und oben bis unten, etwas anderes zu lesen, Musik zu hören oder abends einen Film anzuschauen.

8 – Ein Ort, an dem Sie Inspiration suchen. 

Ich reise oft nach Marfa, denn ich habe Arbeit in diesem Teil des südwestlichen Texas, das ist eine zurückgebliebene Landschaft.  Jede Reise reinigt meinen Geist und ich sehe alles viel klarer. Ein klarer Blick auf die Dinge ist immer inspirierend, er befreit dich und konzentriert die gleichzeitig.

9 – Welches ist das letzte Buch, das Sie gelesen haben? 

Die letzte Biografie über Bob Dylan, mein Lieblingskünstler, er ist unentbehrlich.

10 – in 15 Jahren…   

Kann ich nicht sagen, ich kann mir nur den nächsten Tag vorstellen und das ist immer wieder eine Überraschung. Trotz unserer Besessenheit für Geschwindigkeit und die kurze Tragweite der Dinge verstehe ich die Zukunft als den nächsten Tag und immer mit großen Herausforderungen.

11 – Wenn Sie an Architektur denken, was geht Ihnen durch den Kopf…  

Die Schönheit des Materials, die Unsterblichkeit eines Fenster, die Diskretion eines Details; einfach das beeindruckende Vergnügen, Raum und Zeit zu schaffen.

12 – Bleistift oder PC? 

Beides, aber der Bleistift ist schneller und mutiger.

13 – Wie würden Sie Ihre Arbeit definieren? 

Eine konstante und weiterführende Reflektion wie die Architektur uns dabei hilft, besser zu leben und zwar n erster Stelle.

14 – Ein Projekt, das Sie gern durchführen würden. 

Eine Kapelle ohne religiöse Zuordnung.

15 – Ihre Meinung über die spanische Architektur. 

Eine der besten, stärksten und unterschiedlichsten auf der ganzen Welt. Ich unterscheide dabei nicht nur eine anderen überlegene Qualität, in erster Linie wegen der konstruktiven und städtebaulichen Kraft. Es gibt eine bestimmte spanische Architektur, die sich mehr an der Mode der Welt orientiert, wie es an allen Ecken des Planeten Gang und Gäbe ist, und diese tendiert dazu, weniger interessant zu sein.

16 – Wie behält man seinen eigenen Stil und erfüllt gleichzeitig die Bedürfnisse der Kunden?

Ich denke sehr wenig an Stil, ich bin meiner Arbeit sehr nahe und werde diese Distanz einhalten. Ich kann mir vorstellen, dass es Nuancen oder Details gibt, die bei meiner Arbeit konstant sind und die sich Stück für Stück konsolidieren als Teil einer Arbeit, die wächst.

17 – Was fällt Ihnen bei der Architektur leicht und was schwer?

Die schnelle Intuition für eine konzeptuelle Lösung einer Arbeit ist immer das, was mit wenig Schwierigkeiten bereitet, die Arbeit rechtzeitig zu beenden, ist das, was mit schwerfällt, denn ich möchte sie nicht als beendet ansehen.

18 – Ihr Rezept für Erfolg. 

Jeden Morgen aufstehen und wissen, dass du für jeden Tag dankbar sein und die deine Freiheit als Mensch, als Denker verdienen musst.

19 – Welche Rolle spielen natürliche Produkte bei Ihren Projekten?

Sie sind unentbehrlich, aber ich spreche nicht oft darüber, sie sind auf der Baustelle, flüstern und zeigen ihre Texturen oder Qualitäten, bereichern durch ihre Schönheit oder Natürlichkeit.

20 – Ihr Lieblingsprodukt von L’Antic Colonial ist…

Ich gebe zu, dass die Küchen, die Porcelanosa Group baut, ausgezeichnet sind, gleichauf mit den deutschen oder italienischen Küchen.

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